Tilly Metz

  • 46 Jahre - eine Tochter (17) - Luxemburg-Stadt
  • Lehrerin für Sozialwissenschaften am LTPES
  • Beauftragte im Innenministerium (Koordination der unabhängigen Zelle der Gemeindefusionen-CIFC)
  • 2004 - 2009 : Sprecherin von déi gréng
  • 2005 - 2011 : Bürgermeisterin von Weiler-la-Tour
  • Präsidentin von Multiple Sklerose Luxemburg

 

Tilly Metz, 46, lebt in Luxemburg-Stadt und ist frühere Bürgermeisterin von Weiler-la-Tour. Seit Juli 2012 koordiniert sie die „Cellule Indépendante Fusions Communales“ im Innenministerium. Seit 1994 unterrichtet sie als Psychopädagogin humanwissenschaftliche Fächer in der Erzieherausbildung im LTPES.

Als Präsidentin von „Multiple Sclérose en Plaques“ setzt Du Dich unter anderem dafür ein, dass Menschen mit einer Beeinträchtigung ein Leben inmitten der Gesellschaft führen können. Was müssen wir tun, um allen Menschen gesellschaftliche Teilhabe zu garantieren?

 

Tilly: Die zunehmenden Ungleichheiten in Europabereiten mir Sorgen. Es ist übrigens eine Tendenz, die auch in Luxemburg fühlbar wird. Es ist ungerecht und nicht vertretbar, dass Menschentrotz eigenem Arbeitseinkommen dem Risiko der Armut ausgesetzt sind. Mit Investitionen in nachhaltige Projekte können wir die Arbeitslosigkeit reduzieren und die Gesellschaft stärken. Dabei müssen wir darauf achten, dass auch Menschen mit spezifischen Bedürfnissen, ältere Menschen, Alleinerziehende und Einwanderer nicht an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.

 

Als bekennende Tierfreundin ist Dir auch der Schutz der Tiere wichtig. Was bleibt in Sachen Tierschutz in der EU zu tun?

 

Tilly: Ich finde es grundlegend falsch, dass Tiere oft behandelt werden, als ob sie kein Schmerzempfinden hätten. Wir brauchen ein europäisches Tierschutzgesetz, das gewährleistet, dass die Würde der Tiere überall respektiert wird. Es kann nicht sein, dass Hunde in Rumänien oder anderswo wegen EU-Geldern gequält und getötet werden. Stattdessen müsste die EU artgerechte Tierhaltung fördern!

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