Heizen

Tipp 1: Beim Neubau nicht am falschen Ende sparen

Bei einem Neubau ist die Niedrigenergie-Bauweise unerlässlich. Besser noch ist ein Passivhaus, das noch weniger Energie benötigt. Die reduzierten Heizkosten wiegen etwaige Mehrkosten beim Bau in wenigen Jahren auf. Der Staat hilft finanziell bei diesen Häusern: www.emwelt.lu

Tipp 2: Bestehende Häuser dämmen, dämmen, dämmen

Eine vollflächige Wärmedämmung der Außenwände, des Daches oder des Dachbodens sowie der Kellerdecke senkt den Heizwärmebedarf maximal und spart über 50% der Heizkosten. Nützlich sind aber auch ein Austausch der Fenster und eine Isolierung der Rolllädenkästen. Neue Isolierfenster dämmen deutlich besser als Modelle von vor 10 Jahren. Die verbesserte Dämmung erfordert aber auch eine Anpassung der Lüftungstechnik und -gewohnheiten. Der erste Schritt sollte in jedem Fall die Erstellung eines Gesamtkonzepts durch einen Energieberater sein. Für Beratung und Dämmung gibt es finanzielle Subventionen vom Staat. www.emwelt.lu

Tipp 3: Heizungsanlage optimieren

Die Heizung sollte regelmäßig überprüft werden, denn jeder Millimeter Ruß kostet schlägt mit 5% Mehrverbrauch zu Buche. Die größte Ersparnis bringt der komplette Austausch einer veralteten Heizung. Genau wie bei einem Neubau gilt es dann Idealerweise eine Brennwert-Anlage unter Nutzung der Sonnenenergie zu installieren. Dies bedeutet eine Energieeinsparung von über 40%. Kleine aber spürbare Verbesserungen wie das Anbringen von Thermostatreglern an den Heizkörpern, das Isolieren von freiliegenden Warmwasser – oder Heizungsleitungen im Keller, das regelmäßige Entlüften der Anlage oder das Isolieren der Heizungsnischen kann man eventuell selbst erledigen. Ein Installateur kann zudem die alte Zirkulationspumpe durch ein neues Hocheffizienzmodell mit Zeitsteuerung ersetzen. Das führt nicht nur zu einer Brennstoffersparnis, sondern vor allem zu einem viel geringeren Stromverbrauch der Heizungsanlage.

Tipp 4: Intelligent lüften

Stundenlang gekippte Fenster - bei laufender Heizung - sind Energieverschwender. Beim Lüften gilt es stets die Heizkörper zu schließen und die Fenster gleichzeitig weit zu öffnen. Bei Minustemperaturen reichen 2-3 Minuten, bei 16 Grad können sie auch 15 Minuten offen bleiben. Diese Stosslüftung tauscht die Luft optimal. Sie lässt Innenraumschadstoffe besser entweichen, verhindert aber gleichzeitig ein Abkühlen der Mauern und spart Heizenergie.

Tipp 5: Auf ein gesundes Raumklima achten

Ein gesundes Raumklima heißt vor allem die Wohnung nicht zu überhitzen. 18-20°C in den Wohnräumen, 18°C in der Küche und 16-18°C in den Schlafräumen sind ideal. Die kühlere Luft fördert einen gesunden und erholsamen Schlaf. Die Ersparnis lässt sich leicht ausrechnen: pro Grad weniger sparen sie rund 6% Heizenergie.

Tipp 6: Ungenutzte Räume nicht ständig beheizen

Selten genutzte Räume wie z.B. das Gästezimmer oder den Hobbyraum nur beheizen, wenn sie auch genutzt werden. Ansonsten können die Heizkörper dort runter gedreht werden.

Tipp 7: Rolläden über Nacht schließen

Um die Wärmeverluste durch Fenster zu senken, sollten Rolläden über Nacht geschlossen werden.

Tipp 8: Erneuerbare Energien nutzen

Lassen Sie auf dem Dach Ihres Hauses eine Solaranlage für Warmwasseraufbereitung installieren. So werden jährlich bis zu 60% Ihres Warmwassers durch die Sonne erhitzt. Solaranlagen können ebenfalls Ihre Heizungsanlage unterstützen.
Holz als Brennstoff in Form von Pellets oder Hackschnitzel ist nicht nur gut für das Klima sondern hilft auch dem regionalen Arbeitsmarkt und der Wirtschaft. Erneuerbare Energien im privaten Bereich werden staatlich gefördert. www.emwelt.lu

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