Vertagung der Glyphosat-Abstimmung: eine erste Etappe

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Agriculture Ecologie et environnement Santé
Auteurs : 
déi gréng

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déi gréng begrüßen, dass die Zulassung für Glyphosat bis auf weiteres nicht verlängert wurde.

Technische Vertreter der EU-Mitgliedsstaaten wollten heute über die Verlängerung der Zulassung für Glyphosat entscheiden. Wegen starkem öffentlichen Protest und wachsenden Bedenken in der zuständigen EU-Arbeitsgruppe, hat die EU-Kommission die Entscheidung nun bis auf weiteres vertagt. déi gréng begrüßen diese Entscheidung der Kommission.

"Diese Vertagung ist ein wichtiger Etappensieg gegen das gesundheitsschädliche Glyphosat. Noch am letzten Donnerstag war an eine Verschiebung der Abstimmung nicht zu denken, denn neben Luxemburg hatte lediglich noch Schweden angekündigt, sich zu enthalten und die Verlängerung somit nicht zu zustimmen", erklärt Parteipräsident Christian Kmiotek:

„Die intensive Kampagne der Zivilgesellschaft, der Grünen im Europaparlament und in den anderen Mitgliedsstaaten aber auch der Luxemburgischen und der Schwedischen Regierungen hat übers Wochenende glücklicherweise noch einige weitere Regierungen überzeugt, ihre Zustimmung zu überdenken, so dass die Kommission ihren Vorschlag bis auf Weiteres zurückziehen musste. Es ist also jetzt umso mehr nötig den Druck aufrecht zu erhalten um eine solide Mehrheit gegen Glyphosat zu errreichen!" fügt Parteipräsidentin Françoise Folmer hinzu.

Nach wie vor ist nicht abschließend geklärt, wie sich Glyphosat auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt auswirkt. Die WHO hat Glyphosat als krebserregend eingestuft. Die in der EU zuständige EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) hält es hingegen für unbedenklich.

déi gréng fordern die EU-Kommission deshalb auf, das europäische Vorsorge-Prinzip zu respektieren und sich nicht nur auf die EFSA Bewertung zu stützen, sondern und vor allem auch auf die noch ausstehende Bewertungen der gemeinsamen Pestizid-Kommission (JMPR) der UN-Weltgesundheits- und Ernährungsorganisationen WHO sowie der FAO zu warten.

Anfang letzter Woche hatten auch der grüne Europaabgeordnete Claude Turmes und die grüne Chamber-Abgeordnete Josée Lorsché den Rückzug des Zulassungsantrags für Glyphosat bei EU Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker eingefordert

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