Verlängerung des Jagdverbots für Füchse: Interview mit Gérard Anzia

Catégories : 
Actualité
Thèmes : 
Ecologie et environnement
Auteurs : 
Anzia Gérard

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Interview mit Gérard Anzia über den Entschluss, den Fuchs weiter unter Schutz zu stellen.

Herr Anzia, wie bewerten Sie die Verlängerung des Fuchsjagd-Verbots?

Gérard Anzia: déi gréng begrüßen die rezente Entscheidung des Regierungsrates, den Fuchs auch für die Jagdsaison 2016/2017 unter Schutz zu stellen. Es gibt zurzeit keine Argumente - weder aus ökologischer noch aus gesundheitlicher Sicht - für eine Aufhebung des generellen Verbots. Das Jagdverbot kann in zwingenden Notfällen sowieso außer Kraft gesetzt werden.

Die Jäger argumentieren genau umgekehrt und behaupten das Ministerium hätte nicht genug Argumente für das Verbot.

Gérard Anzia: Das stimmt so nicht. Richtig ist, dass das Dossier der Jägerschaft auf wenigen Argumenten beruht und eher ihr Einspruch eher eine Reaktion auf die Einschränkung der Ausübung ihres Hobbys ist. Wer lässt sich schon gerne einschränken?

Eine Studie im Feldversuch um Nancy über drei Jahre belegt, dass durch die Bejagung des Fuchses weder die Fuchspopulation fällt, noch der Befall der Füchse mit dem Fuchsbandwurmes vermindert wird. Die Verbreitung wird eher begünstigt. Auch bei der Tollwut war die Bejagung keine Lösung.

Wird die Fuchspopulation jetzt in irgendeiner Form kontrolliert?

Gérard Anzia: Um eine fachliche Auseinandersetzung mit dem Thema zu garantieren, wird eine Begleitgruppe eingesetzt. Diese wird aus Mitarbeitern der Ministerien für Umwelt, Landwirtschaft und Gesundheit bestehen, und die Fuchspopulation des Landes verfolgen. So wird das Verbot auf wissenschaftlicher Ebene begleitet und es können jederzeit sachliche Schlüsse aus der Maßnahme gezogen werden.

Wie sieht es auf internationaler Ebene aus?

Gérard Anzia: Luxemburg wurde allgemein gelobt für den Entschluss der Fuchsschonung. Mit dem Jagdverbot des Fuchses kann Luxemburg auf internationaler Ebene glaubwürdig für eine moderne Auffassung der Jagd punkten und trägt sicher auch zum Nation Branding von Luxemburg bei.

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