Störfallhäufung im AKW Cattenom: Zwei weitere Arbeiter wurden verstrahlt

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Energies Ecologie et environnement
Auteurs : 
déi gréng

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Im Jahre 2010 gab es in Cattenom sieben Störfälle der Stufe 1 der INES Skala und mehrere Schnellabschaltungen. Offiziell blieben diese Störfälle „ohne Auswirkungen auf die Umwelt“. Zusammen mit den regelmäßigen Kontrollberichten der Französischen Atomaufsicht belegen sie aber die ungenügende Sicherheitskultur der Betreibergesellschaft EDF und der Subunternehmer.

Luxemburg, den 10. Februar 2011

Im Jahre 2010 gab es in Cattenom sieben Störfälle der Stufe 1 der INES Skala und mehrere Schnellabschaltungen. Offiziell blieben diese Störfälle „ohne Auswirkungen auf die Umwelt“. Zusammen mit den regelmäßigen Kontrollberichten der Französischen Atomaufsicht belegen sie aber die ungenügende Sicherheitskultur der Betreibergesellschaft EDF und der Subunternehmer. Insbesondere sind diese Vorfälle aber auch ein Zeichen sich verstärkender Alterserscheinungen der seit 1986 betriebenen Atomzentrale Cattenom.

Besonders schwer wiegt die Tatsache, dass gestern bereits ein zweiter und dritter Arbeiter in diesem Jahr bei Wartungsarbeiten radioaktiv verstrahlt wurden.

" Die Sicherheit der 4 Reaktoren in Cattenom hängt natürlich auch mit der Kompetenz des Betriebs- und des Wartungspersonals zusammen. Ausschlaggebend ist aber das Alter, bzw. die Betriebsdauer der Anlage. Cattenom war ursprünglich für 30 Jahre geplant worden. Inzwischen will der Betreiber EDF die Anlage aus Gründen der der Profitmaximierung rund 60 Jahre in Betrieb halten. Das ist ein gefährliches Projekt. Für déi gréng absolut inakzeptabel ! “ so der grüne Abgeordnete Henri KOX.

Henri Kox, Abgeordneter déi gréng