Richtigstellung: neutraler Werteunterricht statt spezieller Gebetsräume in öffentlichen Schulen!

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Actualité
Thèmes : 
Education et Enseignement, Société
Auteurs : 
Adam Claude

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Im Rahmen der Berichterstattung über das ministerielle Schreiben zu einigen Verhältnisse zwischen Religion und Schule kam es zu einer falschen Darstellung der Aussagen des grünen Abgeordneten Claude Adam.

So hieß es, er zeige sich offen für die Einrichtung von speziellen Gebetsräumen in den öffentlichen Schulen. Dies entspricht jedoch nicht dem tatsächlichen Wortlaut: „Meine Offenheit gilt keinesfalls speziellen Gebetsräumen, sondern vielmehr der Möglichkeit, dass es in den Schulen einen ruhigen Raum bzw. einen Ort geben sollte, in den sich Schüler während der Pausen zurückziehen können, um sich ungestört entspannen, sich konzentrieren, nachdenken oder gegebenenfalls auch beten zu können, wie es die Gedanken- und Religionsfreiheit selbstverständlich erlaubt,“ so Claude Adam, Abgeordneter und bildungspolitischer Sprecher der grünen Fraktion.

Die Debatte um die religiös motivierte Geschlechtertrennung im Schwimmunterricht, die Gebetsräume und die Kopfbedeckung unterstreicht die Notwendigkeit einer klaren Trennung von Schule und Religion. Dies darf allerdings nicht nur den Islam betreffen, sondern auch die katholische Kirche, die immer noch über das Privileg eines eigenen Religionsunterrichts verfügt. „Wenn der einen Glaubensrichtung Privilegien gewährt werden, braucht man sich nicht wundern, wenn andere auch berücksichtigt werden wollen. Dies aber führt zur konfessionellen Segregation in unseren Schulen, die doch eigentlich den gesellschaftlichen Zusammenhalt gewährleisten sollten! Besser wäre es deshalb, die längst überfällige neutrale Wertevermittlung für alle Kinder einzuführen und somit alle religiösen Privilegien in der öffentlichen Schule abzuschaffen,“ so Sam Tanson, Parteipräsidentin.
 

Pressemitteilung

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