Plan d’action national „Pesticides“

Catégories : 
Actualité
Thèmes : 
Agriculture, Ecologie et environnement
Auteurs : 
Anzia Gérard, Kox Henri, Lorsché Josée

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Ein wichtiges Instrument für Umwelt, Gesundheit und Landwirtschaft.

Blühende Blumenwiesen waren jahrzehntelang kein selbstverständlicher Anblick mehr in Luxemburg. Dass sich das in den letzten Jahren geändert hat, ist zumindest teilweise der Verdienst einiger Vorreitergemeinden, allen voran der Hauptstadt, die im Kampf um den Erhalt unserer Biodiversität seit Jahren komplett auf den Einsatz von Pestiziden verzichten.

Inzwischen ist am 1. Januar 2016 ein Pestizidverbot für öffentliche Grünflächen in sämtlichen Gemeinden in Kraft getreten. Ein weiterer Schritt wird nun mit dem Nationalen Pestizidaktionsplan vorbereitet. Dieser liegt als Vorschlag vor und wird heute Nachmittag auf Antrag von déi gréng im Parlament in einer gemeinsamen Sitzung der Agrar- Umwelt- und Gesundheitskommissionen von Minister Etgen vorgestellt.

Dazu erklärt der grüne Abgeordnete Gérard Anzia: „Der Aktionsplan setzt in seiner jetzigen Version einige wichtige  Akzente. Der systematische Einsatz von Pestiziden in der konventionellen Landwirtschaft belastet unser Trinkwasser, unsere Nahrung und mindert die Biodiversität. Ziel muss es sein, durch Information, Beratung, und konkrete Hilfestellung diese Mengen substantiell zu reduzieren und gezielter einzusetzen.“

Wir begrüßen, dass Minister Etgen die öffentliche Konsultationsphase zum Aktionsplan bis zum 31. Juli angesetzt hat. Als grüne Abgeordnete sind wir der Meinung, dass noch Spielraum für weitere Verbesserungen besteht, zum Beispiel was den Stellenwert der biologischen Landwirtschaft als Leitbild zur Verringerung des Pestizidgebrauchs angeht,“ so der grüne Abgeordnete Henri Kox.

Wer Pestizide sagt, meint damit auch Risiken für die Gesundheit. Die grüne Abgeordnete Josée Lorsché erklärt dazu:„Pestizidrückstände in unserer Nahrung und somit im menschlichen Körper sind ein allgemeines Gesundheitsproblem, da sie z.B. Krebs und Fehlfunktionen des Immun- oder Hormonsystems verursachen können. Menschen, die in direktem Kontakt mit Pestiziden arbeiten, haben nachweislich ein erhöhtes Krankheitsrisiko. In Frankreich zum Beispiel wurde Parkinson schon vor Jahren als Berufskrankheit bei Landwirten anerkannt.“

Für zusätzliche Informationen und Reaktionen im Anschluss an die momentan von 13h30 bis 15h00 stattfindende parlamentarische Commission jointe mit Minister Etgen stehen die drei Abgeordneten Ihnen zur Verfügung.

Pressemitteilung

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