Junckers Index-Deckelung ist keine Lösung

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Actualité
Thèmes : 
Economie et Finances, Emploi et Travail, Sécurité sociale et Solidarité
Auteurs : 
Bausch François, Kox Henri

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Der Index ist ein Instrument, das die Inflation bei den Löhnen kompensiert und das wir nicht in Frage stellen dürfen. Statt billiger Polemik, sollte der Premier Vorschläge machen für eine gerechte und progressive Steuerpolitik. Eine solche könnte nicht nur die hohen Arbeits- sondern auch die Kapitaleinkommen zur Kasse bitten und damit den Abbau des Sozialstaates verhindern!

Als vor zwei Jahren die Indexmodulation bis 2014 beschlossen wurde, haben déi gréng diese Entscheidung mitgetragen. Vor allem wollten wir damit Betriebe kurzzeitig entlasten und der Regierung Zeit geben, eine dauerhafte Lösung in der leidigen Indexdiskussion zu finden. Aber die Regierung unter Jean-Claude Juncker scheint die Zeit verschlafen zu haben, denn jetzt wärmt er die Indexdiskussion neu auf, ohne dafür neue Ideen entwickelt zu haben.

Eine dauerhafte Deckelung des Index ist keine Lösung für déi gréng! In Luxemburg verdient nur die Hälfte der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen weniger als den zweifachen Mindestlohn. Diese arbeiten im Handwerk, auf dem Bau und in der Horesca. Deren Betriebe würden also von der Maßnahme gar nicht profitieren. Mehr als der doppelte Mindestlohn wird von der anderen Hälfte der Arbeitnehmer verdient, vor allem beim Staat, in der Erziehung und bei Banken und Versicherungen.

"Warum sollen wir die Gewinne der Banken und Versicherungen weiter wachsen lassen?", meint dazu Henri Kox und erklärt: "Der Index ist ein Instrument, um die Inflation bei den Löhnen zu kompensieren, das wir nicht in Frage stellen dürfen. Die Deckelung des Index führt mittelfristig keineswegs zu einem Ausgleich der Staatsfinanzen."

François Bausch fordert dazu: "Statt billiger Polemik, sollte der Premier Vorschläge machen für eine gerechte und progressive Steuerpolitik. Denn so könnten wir nicht nur die hohen Arbeitseinkommen, sondern auch die Kapitaleinkommen zur Kasse bitten und den Abbau des Sozialstaates verhindern!"

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