Gutt Liewen am ländleche Raum

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Pressekonferenz vum Stéphanie Empain, dem Henri Kox an dem Gérard Anzia

Gutt Liewen am ländleche Raum:

6 Punkte fir eng harmonesch Entwécklung

In den letzten Jahren haben déi gréng gezeigt, dass wir nicht nur über ländliche Entwicklung reden, sondern sie ernst nehmen und aktiv gestalten. Die Entwicklung im Kanton Redingen ist ein Paradebeispiel erfolgreicher grüner Politik im ländlichen Raum. Aber auch andere Initiativen bei denen die grüne Handschrift klar zu erkennen ist wirken sich positiv auf die Entwicklung der ländlichen Gebiete in Luxemburg aus. Beispiele hierfür sind die neue partizipative Strategie in der Landesplanung, die Einrichtung neuer Natura2000- und Wasserschutzzonen, die neue Naturpark-Region „Mëllerdall“, die Reform der Gemeindefinanzen, schnelle direkte Buslinien für eine direkte und schnelle Verbindung der regionalen Zentren mit den großen Städten, sowie auch der Ausbau des nationalen Fahrradwegnetzwerkes und die Einführung von regionalen Tourismusbüros. déi gréng werden sich daher weiter für eine harmonische Entwicklung Luxemburgs, wie unter Minister Bausch bereits vorgelegt, einsetzen.

Trotzdem bleibt immer noch viel zu tun. Die mangelnde Versorgung an essentiellen Dienstleistungen beispielsweise, stellt in vielen Regionen immer noch ein großes Problem dar. Dies kann sich oftmals negativ auf die Lebensqualität der Bürger*innen und die Rentabilität lokaler Betriebe auswirken. Ein Mangel an lokalen Arbeitsplätze trägt dazu bei, dass manche Ortschaften immer mehr zu „Schlaf-Ortschaften“ für Pendler mutieren.

Diesen Problemen werden déi gréng mit folgenden konkreten Maßnahmen entgegen-wirken:

 

  1. Medezinesch Versuergung: Gemeinschaftspraxen, déi 24/24 op sinn.

déi gréng werden dafür sorgen, dass alle Bürger*innen im ländlichen Raum die gleiche Grundversorgung genießen, wie in den großen Städten. Diese setzt sich aus einer Reihe unabdinglicher Dienstleistungen zusammen, wie Ärztepraxen oder Betreuungseinrichtungen für Kinder. Größere Ortschaften (CDA-Gemeinden) sollen so lokale Zentren bilden, um die umliegenden Dörfer zu versorgen. Eine gute interkommunale Zusammenarbeit soll kurze Wege zu essentiellen Dienst-leistungen garantieren.

  1. Mobilitéit: Reform vum RGTR-Netz an en innovative Ruffbus.

Mit dem Mobilitätskonzept Modu 2.0 haben wir die Weichen für eine bessere Mobilität gestellt, auch im ländlichen Raum. Dazu gehören mehr Quer-verbindungen zwischen den Ortschaften und ein besseres Angebot an Nacht- und Wochenendbussen, das den Freizeitbedürfnissen der Menschen Rechnung trägt.

  1. Méi bezuelbare Wunnraum fir méi lieweg Uertschaften.

Viele Ortschaften sind mit leerstehenden Wohnungen und immer leereren Stadt- bzw. Dorfkernen geplagt. déi gréng wollen ein Wohnungsangebot für sämtliche Bevölkerungsschichten, vor allem in der Vermietung. Deswegen sollen die Gemeinden und die beiden öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften bevorzugt Mietwohnungen bauen, und somit ein wachsendes Angebot an staatseigenen bezahlbaren Wohnungen zur Verfügung stellen.

  1. Méi finanziell Mëttel duerch e Fonds fir d‘wirtschaftlech Entwécklung vum ländleche Raum.

Um die wirtschaftliche Entwicklung zu unterstützen, wollen déi gréng einen Fonds für die Entwicklung des ländlichen Raums einrichten. So soll unter anderem mehr finanzielle Unterstützung für Bauern- und Winzerbetriebe bereitgestellt werden, die nachhaltig produzieren bzw. sich in der Transitionsphase zur Biolandwirtschaft befinden. Auch soll die Beratung in diesem Bereich ausgebaut werden.

  1. Méi lokal Aarbechtsplazen duerch interkommunal Aktivitéitszonen.

déi gréng haben bereits gezeigt, dass gemeinsame Aktivitätszonen, welche mithilfe von interkommunalen Gemeindesyndikaten umgesetzt wurden, die Ansiedlung von kleinen Unternehmen und Handwerksbetrieben in ländlichen Gebieten begünstigen. Auch die mittlerweile erlaubte Umfunktionierung von baufälligen alten Bauernhäusern für den Agrotourismus trägt dazu bei, neue Arbeitsplätze auf dem Land zu schaffen.

  1. Eis Kulturlandschaft erhalen a fërderen.

déi gréng werden lokales Kultur- und Naturerbe schützen und fördern. Mit dem Natur- und dem Wasserschutzgesetz haben wir hier bereits wichtige Arbeit geleistet, auf die nun aufgebaut werden muss. So wollen wir die geplanten Natur- und Wasserschutzzonen schnellstmöglich ausweisen. Auch das Fördern von Museen und Naturparks kann hier einen positiven Beitrag leisten. Ein Beispiel dafür ist der neue Naturpark „Mëllerdall“, der in der letzten Legislaturperiode beschlossen wurde. So werden wir nicht nur dem Tourismus einen neuen Aufschwung verschaffen, sondern auch die Lebensqualität der Bürger*innen im ländlichen Raum aufwerten.

 

Konsequenter Naturschutz, eine bessere Mobilität, mehr Arbeitsplätze, eine adäquate Grundversorgung, mehr Investitionen, der Erhalt der Kulturlandschaft und bezahlbarer Wohnraum. All dies wird den Menschen in ländlichen Gebieten zugutekommen. Vor allem aber wird es den ländlichen Raum in Luxemburg lebendiger machen und den Ortschaften so eine neue Dynamik geben. Sie sollen nämlich nicht im Schatten der großen Ballungsgebiete verblassen, sondern vor allem für junge Menschen und Familien sowie für kleine und mittlere Unternehmen attraktiver werden.

Pressedossier