Grüne Frauen: Frauenpolitik darf nicht allein Familienpolitik sein

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Femmes
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déi gréng
Grüne Frauen: Frauenpolitik darf nicht allein Familienpolitik sein

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Der Frauenrat von DÉI GRÉNG hat sein jährliche Landesversammlung abgehalten

       Luxemburg, den 17. Dezember 2003

Am vergangenen Dienstag fand die jährliche Landesversammlung des Frauenrats von DÉI GRÉNG statt. Im Rahmen einer Besichtigung der „Chambre des député(e)s“ erklärte die Abgeordnete Renée Wagener die Funktionsweise und die Geschichte des Parlaments aus frauenpolitischer Sicht.

Zudem kam es zu einem Austausch über wichtige politische Dossiers, die Frauenrechte betreffen. Grundlegend bemängeln die grünen Frauen, dass es trotz des Frauenministeriums zu keinem durchgreifenden Mentalitätswechsel in Luxemburg in Bezug auf Frauenrechte gekommen ist: Frauenpolitik beschränkt sich immer noch auf Familienpolitik; der Staat kommt als Arbeitgeber seiner Vorreiterrolle bei der Frauenförderung nicht nach.

Der Frauenrat von DÉI GRÉNG hat sich dieses Jahr vor allem mit den Themen Wegweisungsgesetz, Reform des Staatsbeamtenstatuts, Erhaltung des Elternurlaubs und dem neuen Scheidungsrecht befasst. Zudem wurde in Zusammenarbeit mit der neuen grünen Abgeordneten Dagmar Reuter-Angelsberg ein Gesetzesvorschlag zur besseren Frauenbeteiligung auf kommunaler Ebene ausgearbeitet.
 
Mit Zuversicht sehen die grünen Frauen den nationalen Wahlen im kommenden Jahr entgegen: Auf den Listen von DÉI GRÉNG sind Frauenbelange durch 26 Kandidatinnen stark vertreten.