G8 Gipfeltreffen : Die Weltspitze trifft sich – unter Ausschluß der Öffentlichkeit!

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Affaires étrangères Ecologie et environnement
Auteurs : 
déi gréng
G8 Gipfeltreffen : Die Weltspitze trifft sich – unter Ausschluß der Öffentlichkeit!

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Das diesjährige Gipfeltreffen der Gruppe der 8 sorgt seit Wochen für Aufregung. Vor knapp einem Monat wurden in einer bundesweiten Polizeirazzia rund 40 Objekte G8-kritischer Organisationen und sogar Privatwohnungen durchsucht.

Luxemburg, den 4. Juni 2007

Das diesjährige Gipfeltreffen der Gruppe der 8 sorgt seit Wochen für Aufregung. Vor knapp einem Monat wurden in einer bundesweiten Polizeirazzia rund 40 Objekte G8-kritischer Organisationen und sogar Privatwohnungen durchsucht. Unter dem Vorwand, es bestünde dringender Verdacht dass das „militante linksextremistische Umfeld“ eine „terroristische Vereinigung gegründet habe“, führten über 900 Polizisten in ganz Deutschland diese repressive und übertriebene Razzia durch.

Ein weiterer herber Rückschlag für die demokratischen Werte und die Meinungsfreiheit sind die übertriebenen Sicherheitsmaßnahmen in Heiligendamm. Ein Gerichtsbeschluss hetzt den anderen - mal dürfen die Globalisierungsgegner 200m an den Zaun heran, mal sind es 5Km.

Es ist also ein riesiger finanzieller und logistischer Aufwand wenn sich die selbsternannte Weltregierung in Heiligendamm die Ehre gibt. Der Legitimität jener Organisation kann man nur mit äußerster Skepsis gegenüberschauen. Obwohl die Staats und Regierungschefs der G8 Länder nur 13% der Weltbevölkerung repräsentieren, entscheiden sie jedoch über weite Teile der Welt. Diese Art der Globalisierung bringt viele Verlierer hervor und nur wenige Gewinner. Die Schere zwischen Nord und Süd wird somit unaufhaltsam größer. Des Weiteren ist die G8 eine undemokratische und untransparente Organisation. Während die Weltspitze hinter Stacheldraht und Blockaden tagt, werden außerhalb der Mauern Proteste von Globalisierungsgegnern eingeschränkt und die Stimmen der G8-Gegner gedämpft. 

Die Bilanz der letzten G8 Treffen fiel immer mager aus: Noch immer wurden die so genannten «Millennium Goals» nicht realisiert und ein totaler Schuldenerlass für die ärmsten Länder der Welt scheint auch weiterhin nicht umsetzbar zu sein. Die riesigen Differenzen in Sachen Klimaschutz zwischen Europa und den U.S.A werden wohl nur einen «faulen Kompromiss» zulassen obwohl ein Durchbruch in der Klimapolitik mehr als wünschenswert wäre.

Das diesjährige Treffen der G8 zeichnet somit ein Bild einer nicht mehr zeitgemäßen Organisation ab. Es gilt somit weiter die UNO zu stärken, welche als Weltorganisation unbedingt eine höhere Legitimität haben muss als die Gruppe der 8 reichsten Industrienationen.

DEI JONK GRENG rufen deshalb auf, den «Alternativen G8 Forum», der vom 5. bis zum 7.Juni in Rostock stattfindet, zu unterstützen. Zu den Initiatoren jenes Forums zählen unter anderem Greenpeace, Oxfam, Attac und die Heinrich-Böll Stiftung.

 Weitere Infos: http://www.g8-alternative-summit.org

Für DÉI JONK GRÉNG
Philippe Schockweiler, Sprecher
Nicolas Schaefers, Vorstandsmitglied