EU-Kommissionspräsident Juncker – Hampelmann der Atomlobby

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Actualité
Thèmes : 
Ecologie et environnement, Energies, Europe
Auteurs : 
Kmiotek Christian, Kox Henri

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Laut Medienberichten will die Juncker-Kommission unter dem Deckmäntelchen der „technologischen Vorherrschaft im Nuklearsektor“ unteranderem auf europäische Investitions- und Forschungsgelder zurückgreifen, um neue Atomreaktoren entwickeln und bauen zu können.

Anstelle in das Zukunftspotential erneuerbarer Energien zu investieren, die langfristig eine nachhaltige, saubere, günstige und vor allem sichere Alternative zu fossilen Energien darstellen, scheint die EU-Kommission um Jean-Claude Juncker nun unter dem Druck der Atomlobby eingeknickt zu sein.

« Sollten die Medienberichte stimmen, befindet sich die EU-Kommission energiepolitische auf einem gefährlichen Holzweg, der den EU-Bürgern langfristig nicht nur teuer zu stehen kommen wird, sondern sie auch zukünftig dem ständigen Risiko der Atomkraft aussetzt. Zusammen mit unseren europäischen Partnern müssen wir den Druck auf die EU-Kommission und jene Staaten, die weiterhin auf Atomenergie setzen, erhöhen »,  erklärt Henri Kox, energiepolitischer Sprecher der grünen Fraktion.

Derselbe Jean-Claude Juncker, der jetzt als EU-Kommissionspräsident weiter in die Atomkraft investieren möchte, erklärte noch 2011 als Premierminister im Rahmen seiner Rede zur Lage der Nation: « Mir wossten ëmmer schon datt d'Nuklearenergie net risikofräi wier. Elo kann een am Hightech-Land Japan dee sougenannte Reschtrisiko moossen, moossen am richtege Sënn vum Wuert. De Reschtrisiko ass ee Risiko zevill. Dofir musse mer aus der Atomenergie erausklammen. Eng aner Optioun gëtt et net. […] Mee wa mer eis, zesumme mat anere Länner, fir den Atomstopp asetzen, a wa mer der Meenung sinn eng Zukunft ouni Atom wier richteg a méiglech, da musse mer zu Bréissel mat derfir suergen datt europäesch Fuerschungsgelder a Richtung alternativ Energien ëmorientéiert ginn ».

Dazu Ko-Präsident von déi gréng Christian Kmiotek: « Auch die heutigen Hochrisikoschrottmeiler wie Cattenom, Tihange oder Doel wurden damals mit dem Hintergedanken der „technologischen Vorherrschaft im Nuklearsektor“ errichtet. Gerade Juncker, dessen Heimatland von solchen Atomzentralen umgeben ist, sollte es besser wissen und den zukünftigen Generationen eine solche Last ersparen. Aber Juncker scheint nicht nur vor der Atomlobby eingeknickt zu sein, er scheint auch vergessen zu haben, wo er herkommt ! »

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