Etienne Schneider erpresst private Haushalte und leistet der Industrie einen Bärendienst

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In der Parlamentsdebatte zu Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit hat der Wirtschaftsminister und ehemaliger CEO von Enovos, Creos und SEO, Etienne Schneider gefordert, dass die privaten Haushalte die Energiepreise für Industriebetriebe subventionieren sollen! Henri Kox von déi gréng entlarvt dies als Erpressung der Arbeitnehmer und fordert, dass sich auch die Industrie an der Finanzierung der Erneuerbaren Energien beteiligen muss.

Wirtschaftsminister Etienne Schneider behauptet zwar, dass er die Diskussion um Kompetitivität nicht einseitig über Löhne führen möchte, wenn er aber fordert, dass private Haushalte den Energieverbrauch der Industrie subventionieren sollen, dann kürzt er deren Kaufkraft, ohne Gegenleistung seitens der Industrie.

Statt auf Kosten der privaten Haushalte künstlich die Energie zu verbilligen, wäre es besser, den Betrieben durch gezielte Beratung und Investitionshilfen in moderne Technik zu helfen, Energie zu sparen um die Kosten zu senken“ erklärt dazu Henri Kox von déi gréng und ergänzt:„Auf diese Weise würden wir unsere Industrie fit machen für den europäischen Wettbewerb von morgen. Mit Niedrigstpreisen setzen wir jedoch ein falsches Signal und verzögern ohnehin nötige Investitionen. Schneiders Politik bringt der Industrie zwar kurzfristig Gewinne, ruiniert aber mittelfristig deren Wettbewerbsfähigkeit.“

Wenn die privaten Haushalte der Industrie die Energie subventionieren sollen, fehlt ersteren das nötige Geld für eigene Energiesparmaßnahmen. „Enovos und Creos und ihr ehemaliger CEO Schneider scheint es nicht einzuleuchten, dass moderne Energiebetriebe nicht von hohen Umsätzen möglichst billiger Energie leben. Sie sollten vor allem den Verbrauchern helfen, ihren Energieverbrauch zu senken und über erfolgreiche Beratungsverträge ihre Kunden an sich binden. Deshalb brauchen wir mehr fachliche Beratung und mehr staatliche Finanzhilfen bei Investitionen, nicht beim Verbrauch“ fordert Henri Kox.

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