Ein CSV-Schaumbad für den Norden ? Schillernde Seifenblasen der CSV-Norden

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déi gréng
Ein CSV-Schaumbad für den Norden ? Schillernde Seifenblasen der CSV-Norden

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Angespornt von ihrer Jugendorganisation wartet du CSV-Norden neuerdings regelmässig mit engagierten Forderungen auf.

DÉI GRÉNG NORDEN


 11.04.2002

 

Angespornt von ihrer Jugendorganisation wartet die CSV-Norden neuerdings regelmässig mit engagierten Forderungen, Workshops oder gar Bürgerstiftungen für den Norden auf. Viele der aufgriffenen Ideen können DÉI GRÉNG nur gefallen, denn es sind genau die Projekte die DÉI GRÉNG NORDEN schon seit Jahren vorschlagen (Das grüne 10-Punkte-Förderungsprogramm für de Norden, Edition 1997): regionale Zusammenarbeit der Gemeinden, Verbesserungen im ÖT, Ausbau von Sport- und Freizeitinfrastrukturen, Dezentralisierung staatlicher Verwaltungen, Entwicklung der Nordstad, innovative Arbeitsplätze, soziale Integration usw. Hinzu kommen schillernde Projekte wie die \"Uni Nordstad\" mit denen sich die CSV-Norden als Retter der Region darstellen will.

Ist die CSV schon in der Opposition ?

Es ist schon erstaunlich, dass all diese schönen Oppositionsvorschläge nun plötzlich von einer Partei vertreten werden, die schon seit Jahrzehnten in der Regierung sitzt. Wenn die CSV wirklich eine angepasste Entwicklung im Norden wünscht, warum werden dann die CSV Bauten-, Forschungs-, Innen-, Landesplanungs-, Wohnungsbau- und Landwirtschaftsminister nicht aktiv?
Warum bleibt das Landesplanungsgesetz von 1999 mit Regionalplänen, Gemeindesyndikaten, Bürgerforen, Fachkommissionen in der Schublade? Warum werden keine regionalen Geldmittel zur Verfügung gestellt? Weshalb bekennen sich die vielen CSV-Bürgermeister des Nordens nicht stärker zu einer regionalen Zusammenarbeit?
Wenn die Nordstad von der CSV zurecht als Priorität angesehen wird, wieso ist dann in all den Jahren wo die CSV in Ettelbruck und Diekirch das Sagen hatte kaum gemeinsam geplant worden?
Was soll die Schaumschlägerei der CSV-Norden? Sie will scheinbar gleichzeitig Majorität, Opposition und Zivilgesellschaft sein. Anstatt schon 2 Jahre vor den Wahlen in regionalen Populismus zu verfallen, sollte die große Majoritätpartei ihre Zeit nutzen und endlich funktionsfähige Konzepte und Organisationsformen für die regionale Entwicklung einführen.

Angepasste Entwicklung für alle Regionen

Im Süden zeigt die Regierung, dass manches möglich ist. Über 1 Milliarde EURO sind für die Industriebrachen vorgesehen. Im entsprechenden Gesetzesprojekt der CSV-Bautenministerin sind bezeichnenderweise all jene Forschungsaktivitäten und Hochschulen für den Süden vorgesehen, von denen die CSV-Norden den Bürgern vormachen will, sie gehörten in die Nordstad.

Die Vorgehensweise im Süden läßt sich allerdings nicht auf die Situation im Norden übertragen. Für DÉI GRÉNG NORDEN liegt die Zukunft hier eher in einer Verbesserung und Verknüpfung der Möglichkeiten vor Ort als in einem Megaprojekt. Unbedingt müssen auch die modernen Datenübertragungsmöglichkeiten genutzt werden. Regionale Know-how-Zentren, die mit den zu schaffenden Forschungsinfrastrukturen im Süden verbunden sind, könnten auch im Norden reizvolle Arbeitsplätze bieten und Impulse für Wirtschaft, Verwaltung und Ausbildung liefern.

DÉI GRÉNG NORDEN warten auf echte Initiativen von Regierungsseite und lassen sich nicht mit scheinheiligen Wunschträumen abfertigen.

Camille GIRA
Marthy THULL
t 46 37 40-24