DÉI GRÉNG s'engagent pour la remise en liberté d'Ingrid Bétancourt

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Affaires étrangères
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déi gréng

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Déi Gréng ont remis une lettre à  Monsieur le Ministre Asselborn en le priant de bien vouloir oeuvrer, avec ses collègues européens, pour la remise en liberté d'Ingrid Bétancourt ainsi que des 3000 otages détenues actuellement en Colombie, ainsi que pour plus de stabilité dans la région.
Monsieur le Ministre a déclaré qu'il porterait les doléances de Déi Gréng au prochain sommet UE- Amérique latine qui aura lieu le 17 mai à Lima.

Luxemburg, den 7. März 2008

Sehr geehrter Herr Außenminister Jean Asselborn,

Ingrid Bétancourt  wurde am 23. Februar 2002 während einer Wahlkampfreise für ihre Präsidentschaftskandidatur an der Spitze der von ihr gegründeten grünen Partei ‚Oxigeno verde’ (Grüner Sauerstoff) von den ‚Bewaffneten Revolutionären Streitkräften Kolumbiens’ (FARC) entführt und wird seither als Geisel festgehalten.

Mehr als eine einfache Geisel, ist Ingrid Bétancourt eine politische Gefangene, und ein Politikum welches vermehrt zu Spannungen zwischen Frankreich und Kolumbien, deren beiden Staatsbürgerschafften sie besitzt, aber auch zwischen Kolumbien und seinen Nachbarländern geführt hat; zuletzt als die kolumbianischen Streitkräfte vor wenigen Tagen ecuadorianisches Staatsgebiet verletzten um ein Lager der FARC anzugreifen. Dabei töteten sie nicht nur den Sprecher und vermutete Nummer zwei der FARC Raul Reyes, sondern verhinderten, nach Angaben sowohl der FARC als auch des ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correas, zudem den kurz bevorstehenden Abschluss eines Abkommens zur Freilassung Ingrid Bétancourts und weiterer Geiseln.

Von Ingrid Bétancourt sind in den letzten sechs Jahren nur wenige Lebenszeichen an die Öffentlichkeit gelangt, und diese werden bei jedem Mal besorgniserregender. Der Ende Februar diesen Jahres von den FARC freigelassene Luis Eladio Perez beschrieb zuletzt den Gesundheitszustand der in Fesseln gehaltenen und wohl an Hepatitis B erkrankten Geisel Bétancourt als alarmierend.

Neben der besorgniserregenden Zuspitzung der politischen Lage im Verlauf der letzten Tage, sowie der prekären Situation Ingrid Bétancourts, wollen wir aber auch auf die Notlage der weiteren 720 Geiseln der FARC und der anderen ungefähr 2300 von Rebellentruppen, Paramilitärs und sonstigen Gruppierungen in Kolumbien festgehaltenen Geiseln aufmerksam machen!

Angesichts dieser Missstände bitten wir Sie, Herr Außenminister Asselborn, sowie die luxemburgische Regierung, gemeinsam mit Ihren europäischen Amtskollegen ein Zeichen zu setzen und sich für die Freilassung Ingrid Bétancourts und aller anderen Geiseln sowie für eine Entspannung der politischen Lage zwischen Kolumbien und seinen Nachbarländern Ecuador und Venezuela einzusetzen!

DÉI GRÉNG