Biltgen verkauft Jugendliche für dumm: Nach zwei Jahren Dialogverweigerung sucht der Arbeitsminister kurz vor den Wahlen plötzlich das Gespräch

Catégories : 
Actualité
Thèmes : 
Enfance et Jeunesse Education et Enseignement
Auteurs : 
déi gréng

Publié le

Parteipolitik habe in der Schule nichts verloren, so heißt es oftmals seitens Ministerium und Schuldirektionen.


                                                                                                          Luxemburg, den 11. Mai 2009

Parteipolitik habe in der Schule nichts verloren, so heißt es oftmals seitens Ministerium und Schuldirektionen. Folglich wurde es der CGJL auch nicht leicht gemacht, überhaupt politische Rundtischgespräche mit Vertretern der Jugendparteien in den Schulen zu organisieren.

Selbstverständlich scheint es aber laut Luxemburger Wort zu sein, dass Arbeitsminister  François Biltgen knapp vor den Wahlen durch die Lyzeen « tourt », um angeblich die « konstruktive Diskussion » mit Jugendlichen zu Themen wie dem hochumstrittenen « projet de loi 5611 » zu suchen, während sich seine Dialogbereitschaft im Laufe der hitzigen Debatten im Jahr 2006 stark in Grenzen gehalten hatte.

déi jonk gréng finden es skandalös, dass Herr Biltgen, dessen Partei vor kurzem noch ein Abkommen für einen fairen Wahlkampf mitunterzeichnet hat, seinen Ministerposten für Wahlkampfzwecke missbraucht. Zwar begrüßen wir prinzipiell das Vorhaben, kontroverse Themen wie « 5611 » auch zum jetzigen Zeitpunkt in den Schulen zu diskutieren, insbesondere aus dem Grund, da die Reformen laut aktuellen Berichten („Chambre des salariés“ - April 2009) kaum greifen und auch eine längst versprochene Evaluierung der Maßnahmen noch immer nicht vorliegt. Dies darf aber nur im Rahmen einer parteipolitisch fairen Debatte mit Vertretern der Opposition und den Studentenorganisationen erfolgen.

Für déi jonk gréng

Nadine Schmit, Sprecherin, Tel: 691 533 620
Philippe Schockweiler, Sprecher, Tel: 661 19 12 85