Bienensterben: Finanzielle Unterstützung für Imker

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Actualité
Thèmes : 
Agriculture, Ecologie et environnement
Auteurs : 
Gira Camille

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In diesem Winter sind besonders viele Bienen gestorben und die Imker sehen sich nun mit hohen finanziellen Kosten konfrontiert, um ihre Bienenvölker neu aufzubauen. Für déi gréng Norden muss der Staat die Imker dabei unterstützen, denn die Rolle der Bienen ist überaus wichtig für die Bestäubung der Pflanzen und damit auch für die Landwirtschaft.

Am Ende des Winters 2012/2013 hat sich gezeigt, dass im Kanton Clerf die Bienenvölker in einem nie dagewesenem Ausmaß dezimiert worden sind, zahlreiche Bienenstöcke wurden vollständig entvölkert. “Vermutlich 60 Prozent der im Sommer 2012 aufgebauten Völker sind verschwunden, berichtet Nico Hamen, Bio-Imker im Kanton Clerf.

Als Hauptursachen für das Bienensterben im Laufe eines Jahres werden oft die vor rund 25 Jahren nach Luxemburg eingeschleppte Varroa-Milbe und die durch diese Parasiten übertragenen Viren genannt, und dies obwohl seit mehr als zehn Jahren ein landesweites intensives FUAL (Fédération des Unions d'Apiculteurs du Grand Duché du Luxembourg) Zuchtprogramm zur Selektion einer resistenteren Biene durchaus von Erfolg gekrönt ist. So sind z.B. ehemals gefürchtete Bienenkrankheiten, wie Akariose, Nosemose, Kalkbrut und Faulbrut kaum noch ein Problem. „Wenn also über die, meist durch imkerliche Unzulänglichkeiten verursachte, allgemein als normal angenommene 10% Grenze hinaus weitaus größere Verluste, auf die der Imker keinen Einfluss hat, zu verzeichnen sind, müssen unweigerlich Probleme aus der Umwelt in Betracht gezogen werden,“so Nico Hamen weiter.

Bienensterben ist ein weltweit bekanntes Problem, dessen Ursachen bis heute wissenschaftlich nicht abschließend geklärt werden konnten. Allerdings gab es bereits 2008 in Deutschland und auch anderswo massive Bienenverluste durch den Einsatz von bienenschädlicher Saatgutbeizung. Auch mit Neonicotinoiden belasteter Pollen (z.B. Maispollen) steht im Verdacht, das Leben der Winterbienen um bis zu 2 Monate zu verkürzen, mit dem Resultat, dass im November-Dezember normal bevölkerte Bienenkästen im Februar-März plötzlich bienenleer sind. Die Europäische Union hat im letzten Monat mit einem Verbot von drei der bienengefährdenden Neonicotinoiden den einzig richtigen Schluss gezogen. Eine Maßnahme, die allerdings erst in drei Jahren spürbare Ergebnisse erzielen kann.

Die Bienen werden Jahr für Jahr dezimiert und die Imker müssen die Verluste selber tragen. Würden sie aber ihre Bienenbestände nicht neu aufbauen, indem sie Völker oder Schwärme kaufen, so hätte dies schwerwiegende Folgen für die Bestäubung. Gesunde Ernährung, zum Beispiel Obst und Gemüse, aber auch 80 Prozent aller wilden Pflanzen sind von der Bestäubung durch Insekten abhängig. Wenn diese nicht mehr sichergestellt ist, haben wir ernst zu nehmende Probleme. Zuerst würden vermutlich Obst und Gemüse teurer, dann würden Produzenten erhebliche Einkommenseinbußen hinnehmen müssen.

Durch den Einkauf von Ersatzvölkern, der Entsorgung des alten Wabenmaterials, usw. stemmen sich die Imker momentan alleine gegen die historisch starke Dezimierung ihrer Bienenbestände. „Verluste wie im letzten Winter sind für die Imker finanziell nicht haltbar! Da die Bienen eine wichtige Rolle für die Vielfalt der Blüten und somit auch der Früchte spielen müssen schnell hygienische und auch finanzielle Maßnahmen ergriffen werden. Die Imker müssen hierbei vom Staat unterstützt werden.“so der grüne Nord Abgeordnete Camille Gira.

Pressemitteilung Question parlementaire

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