Alle Jahre wieder: Badeverbot an der Untersauer

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Actualité
Thèmes : 
Ecologie et environnement, Santé, Tourisme
Auteurs : 
déi gréng
Alle Jahre wieder: Badeverbot an der Untersauer

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Zum 14. Mal in Folge wird von der Regierung ein allgemeines Badeverbot für die Untersauer ausgesprochen. DÉI GRÉNG fordern die Regierung deshalb auf, das Problem Wasserverschmutzung anzugehen und mittelfristig die Wasserqualität unserer Gewässer wiederherzustellen.  

28.05.2003

DÉI GRÉNG fordern konsequenten Schutz unserer Gewässer

Baden in der Untersauer macht krank. Zum 14. Mal in Folge wird von der Regierung ein allgemeines Badeverbot für den Teil der Sauer zwischen Ettelbrück und Wasserbillig ausgesprochen. Aufgrund gefährlich hoher Bakterienkonzentrationen sei nicht auszuschließen, so das Innenministerium, „dass Personen, die in diesem Sauerabschnitt baden, erkranken und Probleme mit der Verdauung bekommen können“.

Seit 1989 ist der Regierung offiziell bekannt, dass schmutziges Wasser aus der Alzette die Untersauer verseucht. Auch die Ursachen hierfür sind längst gewusst:
* vielerorts werden Abwässer nur geringfügig oder überhaupt nicht geklärt;
* viele Kläranlagen sind veraltet, überlastet und funktionieren schlecht;
* die Kanalisationssysteme sind veraltet und undicht;
* das neu gegründete Wasserwirtschaftsamt beschäftigt sich mehr mit seiner internen Organisation als mit der Qualität unserer Gewässer.

Es ist ein Skandal, wie im reichsten Land der Erde mit dem kostbaren Gut Wasser umgegangen wird“, so Camille Gira, Abgeordneter von DÉI GRÉNG. „In Luxemburg wird lieber in Prunkbauten investiert als in den Schutz der elementaren Lebensgrundlage Wasser“.

DÉI GRÉNG fordern die Regierung deshalb auf:
* das Problem Wasserverschmutzung anzugehen und kurzfristig Gelder für Verbesserungen an bestehenden Kläranlagen und bereits geplante neue Infrastrukturen bereitzustellen. Es genügt nicht, jedes Jahr auf ein Neues festzustellen, dass die Untersauer verschmutzt ist, ohne dass etwas dagegen unternommen wird.
* mittelfristig die Wasserqualität unserer Gewässer wiederherzustellen. Dafür bedarf es nicht nur neuer Kläranlagen, sondern auch umweltfreundlicherer Produktionsverfahren in Industrie und Landwirtschaft. DÉI GRÉNG fordern strengere Auflagen bei der Produktion und Förderprogramme für umweltschonende Maßnahmen.

Saubere Gewässer sind nicht nur elementar wichtig für die Natur und die Gesundheit der Menschen sondern auch für die Luxemburger Tourismusbranche“, so der grüne Abgeordnete Camille Gira. „Was nützt es, viel Geld in Werbekampagnen für das Reiseziel Luxemburg zu stecken, wenn wir jedes Jahr im Touristenzentrum Untersauer ein Badeverbot verhängen müssen?

für DÉI GRÉNG,
Camille Gira, Abgeordneter
François Bausch, Fraktionspräsident


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