20 Jahre CSV-Bildungsmisere: Zeit für ein mea culpa

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Actualité
Thèmes : 
Education et Enseignement Enfance et Jeunesse
Auteurs : 
déi gréng
20 Jahre CSV-Bildungsmisere: Zeit für ein mea culpa

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Die CSV sollte gerade in der Bildungspolitik kleinlauter sein und sich bei den Eltern und Schülern für ihre fehlgeschlagene Politik der vergangenen 20 Jahre entschuldigen.

27.11.2002

Die CSV sollte, anstatt großspurig Thesenpapiere zu veröffentlichen, gerade in der Bildungspolitik kleinlauter sein und sich bei den Eltern und Schülern für ihre fehlgeschlagene Politik der vergangenen 20 Jahre entschuldigen.

Die CSV war von 1979 bis 1999 ununterbrochen im Bildungsministerium am Ruder und trägt somit die volle Verantwortung für die Bildungsmisere in Luxemburg. DÉI GRÉNG erinnern daran, dass PISA-Desaster, Containerschulen und Lehrermangel auf die politische Mutlosigkeit und Unfähigkeit der CSV-Bildungsminister Boden, Fischbach und Hennicot zurückzuführen sind. Anstatt sich um Kinder und Jugendliche zu kümmern und sie optimal auf das Leben vorzubereiten, haben besonders Boden und Hennicot das Bildungswesen lediglich lustlos verwaltet.

DÉI GRÉNG begrüßen natürlich, dass die Christsozialen sich jetzt auf einmal mit den Ansätzen einer Bildungsreform beschäftigen. Wer die Vorschläge allerdings genauer unter die Lupe nimmt, muss schnell feststellen, dass sie außer nichts sagenden Allgemeinplätzen allenfalls noch heiße Luft enthalten. Die CSV-Botschaft ist klar: abwarten, nachdenken, bestenfalls ein paar kosmetische Reförmchen.

Dabei ist im Luxemburger Schulwesen dringender Handlungsbedarf angesagt. Die PISA-Studie zeigt klar, dass die Schüler hierzulande unzureichend auf das Leben vorbereitet werden. Anstatt soziale und sprachliche Ungleichheiten auszugleichen, werden diese von der Schule noch zusätzlich verstärkt. Lernschwachen Schülern und Schülerinnen oder solchen aus sozial benachteiligten Schichten wird kaum geholfen, doch auch Begabte erhalten keine angemessene Unterstützung. Die Luxemburger Schule produziert unteres Mittelmaß.

DÉI GRÉNG setzen sich nicht erst seit PISA für eine konsequente Reformpolitik ein. Bereits im November 2000 haben wir 27 Motionen im Rahmen der parlamentarischen Bildungsdebatte eingereicht. Es waren DÉI GRÉNG, die die im Januar 2003 stattfindende Orientierungsdebatte zu den Lehren, die aus dem PISA-Desaster zu ziehen sind, durchgesetzt haben.


für DÉI GRÉNG,

Viviane Loschetter, Parteisprecherin
Carlo De Toffoli, Parteisprecher


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