20% Bio – ein Zukunftsziel für die Landwirtschaft

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Agriculture Ecologie et environnement

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déi gréng begrüßen die Zukunftsvision der ‚Lëtzebuerger Jongbaueren a Jongwënzer‘, die wesentlich fortschrittlicher ist als die aktuell gültigen Zielsetzungen.

Mit Interesse haben déi gréng die Radio-Diskussion vom letzten Samstag über die aktuelle Landwirtschaftspolitik zwischen Landwirtschaftsminister Fernand Etgen und Vertretern der Bauernzentrale, der ‚Jongbaueren a Jongwënzer‘ und der Plattform ‚Meng Landwirtschaft‘ verfolgt.

Viele aktuelle Probleme wie Agrarpreise, Trinkwasser- und Umweltschutz, finanzielle Unterstützungen, Gesetzesgrundlagen, usw. wurden angesprochen. Jedoch wurden ebenfalls die Chancen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft beleuchtet. Einen interessanten Vorstoß hat Jeff Boonen, Präsident der ‚Lëtzebuerger Jongbaueren a Jongwënzer‘ gewagt, als er seine Vision für die Zukunft mit einem Ziel von 20% Biolandwirtschaft darstellte: „Mir sollen eis Zieler setzen an oppen a sachlech driwwer diskutéieren a probéieren dohin ze schaffen. Da bewegt een eppes a mir Baueren kënnen dru schaffen“ so Jeff Boonen.

„Verglichen damit ist das Ziel von 4,4% Biolandwirtschaft, das im aktuellen Agrarplan (Plan de développement rural - PDR) für 2023 vorgesehen ist, eine Farce“, analysiert Parteipräsident Christian KMIOTEK.

Die Luxemburger Konsumenten sind mit 153 € pro Person/Jahr die drittstärksten Investoren in landwirtschaftliche Bioprodukte. Dagegen belegt Luxemburg lediglich Platz 20, was die Größe der Anbaufläche angeht“, so Raymond Aendekerk, von der Plattform „Meng Landwirtschaft“.  Luxemburg kann mehr Bio und viele Menschen wollen auch mehr. Das muss berücksichtigt werden“, so das Fazit von Parteipräsidentin Françoise FOLMER.